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stärkt die Rechte von Schmerzpatienten:
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behandelt zu werden, er
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sondern kann unter Hinweis auf das Urteil
gleich Widerspruch einlegen.
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rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik
Die wichtigsten Schmerzthemen zusammengefaßt:
Arthritis:
http://www.arthritis-information.de Arthrose:
http://www.1-arthrose.de
Armschmerzen:
http://www.armschmerz.com
Atypische Gesichtsschmerzen:
http://www.atypischer-gesichtsschmerz.de
Bandscheibenvorfall:
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Beinschmerzen:
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Borreliose:
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Brustwirbelsäulensyndrom:
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Brennende Füße:
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Cluster-Kopfschmerz:
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CRPS:
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Durchblutungsstörung:
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Dorsalgie:
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Fibromyalgie:
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Fibromyalgiesyndrom:
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Gelenkschmerzen:
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Gliederschmerzen:
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Gürtelrose:
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Halswirbelsäulensyndrom:
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Herpes zoster:
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Morbus Sudeck:
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Postzosterische Neuralgie:
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www.schmerzklinik-1a.de,
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Informationen über
Schmerzerkrankungen

SPANNUNGSKOPFSCHMERZ
chronischer und episodenhafter
Spannungskopfschmerz
ICD 10-Code: G44.2
Etwa 5% der deutschen Bevölkerung leiden an
einem Kopfschmerz, der Spannungskopfschmerz ist daran etwa zu 40% beteiligt.
Das bevorzugte Alter für die Erstsymptomatik
(= erstmaliges
Auftreten) ist 25 bis 30 Jahre,
Frauen sind etwas häufiger betroffen.
Erst 1988 wurde von der Internationalen
Kopfschmerzgesellschaft (International Headache Society (IHS)) diese
Kopfschmerzform genau klassifiziert, danach müssen folgende Kriterien erfüllt
sein:
1.
Schmerzdauer 30 Minuten bis 7 Tage
2.
Weitgehendes Fehlen von Übelkeit, Licht-
und Lärmempfindlichkeit
3.
Ausschluss anderer Ursachen von
Kopfschmerzen
Darüber hinaus müssen mindestens 2 der
folgenden Charakteristika:
·
Beiderseitig auftretend
·
Drückend, ziehend, nicht
pulsierend
·
Leichte bis mittelschwere
Schmerzintensität
·
Keine Zunahme bei Aktivität
Schließlich werden nach der IHS-
(= internationale
Kopfschmerzgesellschaft)
Klassifikation beim Span
nungskopfschmerz noch zwei Formen
unterschieden:
- Episodischer
bzw. episodenhafter
Spannungskopfschmerz:
weniger als 180 Schmerztage pro Jahr
- Chronischer
Spannungskopfschmerz: mehr
als 180 Schmerztage pro Jahr, bzw. an mehr als 15 Tagen im Monat in einem
Zeitraum von 6 Monaten
Der Span nungskopfschmerz ist
von allen Kopfschmerzformen am wenigsten klar definiert. Der Begriff wird
deshalb oftmals als Verlegenheitsdiagnose verwendet.
Die Symptomatologie
(= die verschiedenen
Krankheitszeichen)
wird in der Literatur nicht einheitlich
angegeben. Nach Meyer (1989) ist beim Span nungskopfschmerz die
Lokalisation wechselnd, oft fronto/okzipital
(= im
Stirn
/
Hinterhaupt
bereich auftretend),
Soyka (1989) dagegen gibt als Schwerpunkt die
Nacken - und
Hinterkopf
region an. Meist wird der Schmerzcharakter mit dumpf, bohrend und
spannend bezeichnet. In der Regel liegen die Beschwerden beiderseits vor. Nach
unseren Erfahrungen geben die Patienten mit einem Span
nungskopfschmerz häufig an, der
Schmerz steige von
der Hinterkop
fregion auf und breite sich dann diffus bis zu
beiden Augenhöhlen aus.
In der Regel beginnt der Span nungskopfschmerz schleichend
morgens und steigern sich dann im Verlauf des Tages, meist den ganzen Tag
anhaltend. Teilweise werden aber auch im Tagesverlauf unterschiedlich lange
anfallsartige
Schmerz
verstärkungen angegeben, manchmal mit (milden) vegetativen Symptomen
(z.B. Übelkeit) einhergehend, so daß auch das Vorliegen von
Migräne -Kopf
schmerzen in Frage
kommt.
Ein
Spannungskopfschmerz tritt beim Treppensteigen oder ähnlicher
körperlicher Routineaktivität nicht verstärkt auf.
Bei der Untersuchung ist die Hinterkop fregion
beiderseits oft druckschmerzhaft. Teilweise ist die Kalotte
(= der knöcherne Schädel)
klopfschmerzhaft. Sehr häufig finden sich im
Halswirbelsäule
nbereich
Muskel
verspannungen, diese können auch bis zur
Schulter
muskulatur
reichen. Fast alle Patienten mit einem Spannungskopfschmerz geben an, daß
Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit nachgelassen hätten.
Eine Verspannung der perikraniellen (= den Schädel umgebenden)
Musku latur, wie es dieser
Kopfschmerzbegriff vermuten läßt, ist nicht zwingend.
Eine psychische
Überlagerung, vor allem in Form von depressiver Verstimmung und/oder
psychovegetativer Labilität ist bei Patienten mit Spannungskopf
schmerz häufiger anzutreffen. In der Regel dominiert die pflichtbewußte und
leistungsorientierte Persönlichkeit.
Eine Unterteilung in "episodenhafter
Spannungskopfschmerz" und "chronischer
(= länger als sechs Monate
anhaltender) Spannungskopfschmerz"
erscheint trotz der oben zitierten IHS-Klassifikation in der Praxis nicht
sinnvoll, weil damit lediglich Verlaufsvarianten beschrieben werden, die sich
selbst bei gleichen Patienten häufig abwechseln können.
Zur Differentialdiagnose
(= was noch an
anderen Kopfschmerzformen vorliegen könnten) eignen sich
probatorische
Nervenblockaden
(=
Nervenbetäubungen).
Während einer regelrechten Blockade der
Nerven
supraorbitales, occipitales majores und minores sowie auriculotemporales
(infiltrativ im Schlä
fenbereich) bleibt i.d.R. ein Span nungskopfschmerz weg,
nicht aber
vasomotorische Kopfschmerzen (= von Blutgefäßen ausgehende)
oder
posttraumatische Kopfschmerzen
(= nach Verletzungen auftretende), sofern diese auf meningeale
(= hirnhautbedingte)
Störungen zurückzuführen sind.
Therapie bei Spannungskopfschmerz
(chronischer und
episodenhaft):
Die Schwierigkeit genereller
Therapieempfehlungen liegt darin, daß ein
Spannungskopfschmerz
in allen möglichen Variationen auftreten, sowohl hinsichtlich der Intensität
als auch der Periodizität
(= zeitliches Auftreten). Die Kopfschmerzcharakteristika sind nicht nur von Patient zu Patient
verschieden, sondern können sich auch im Verlauf der
Kopfschmerzerkrankung
beim selben Patienten ändern, so daß dann jeweils die aktuelle Therapie angepaßt
werden muß. Hinzu kommt, daß die verschiedensten Behandlungsmaßnahmen sehr
unterschiedlich wirken können. Was bei einem Patienten wirksam ist, muß dem
anderen noch lange nicht helfen, auch wenn scheinbar Diagnose und Symptomatik
(= Krankheitszeichen)
übereinstimmen. Letztlich gilt es also, für jeden Patienten eine optimale
individuelle Therapie zu erarbeiten, was sehr zeitaufwendig sein kann.
Medikamentöse Schmerztherapie:
Die Behandlung mit Medikamenten ist
und bleibt angesichts mangelnder kausaler
(= ursächlicher)
Therapiemöglichkeiten eine Notlösung, weshalb im Hinblick auf die
Nutzen-Risiko-Relation die Arzneimittelverordnung ständig überprüft und der
aktuellen Leidenssituation des Patienten angepaßt werden muß.
Genaue Kenntnisse über Nebenwirkungen und Kontraindikationen
(= Gegenanzeigen)
sind für eine optimale
Schmerzbehandlung
unabdingbare Voraussetzungen. Grundsätzlich gilt, daß
Analgetika
(=
Schmerzmittel) möglichst nicht
auf Dauer verabreicht werden sollen. Die Gefahr einer Gewöhnung oder gar
Schmerzmittelabhängigkeit wird durch Verordnung von Kombinationspräparaten
noch gefördert. Besonders gefürchtete Beimischungen sind Barbiturate, Kodein und
Ergotam in.
Akuttherapie bei
Spannungskopfschmerz:
Für die Spannungskopfschmerbehandlung
haben sich folgende
Schmerzmedikamente
bewährt: Acetylsalicylsäure (z.B. ASS-ratiopharm®, Aspirin®), Paracetamol (z.B.
ben-u-ron®) und sog. nichtsteroidale Antirheumatika
(= Rheumamittel)
wie z.B. Ibuprofen (z.B. Brufen®, Dolgit®). Magenschonend sind die sog.
COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®) oder
Etoricoxib (Arcoxia®), allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem
Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer.
Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt
genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Zusätzlich kann die Gabe eines zentralen
Muskel
relaxans z.B. Baclofen (z.B. Lioresal®)
(= ein Mittel zur
Muskelentspannung, im
Rücken
mark / Gehirn wirkend),
hilfreich sein.
Der akute Span
nungskopfschmerz spricht auch auf
Ergotamingabe an. Hinsichtlich der Verordnungshäufigkeit bestehen aber
die gleichen Bedenken wie bei der
Migränetherapie.
Bei unzureichender Wirkung von Acetylsalicylsäure oder Paracetamol kann auch
Metamizol (z.B. Baralgin®, Novalgin®) versucht werden. Die i.v. Applikation
(langsam) führt zu einem schnellen Wirkungseintritt. In seltenen Fällen kann
allerdings die gefürchtete Agranulozytose (= Zerstörung bestimmter Blutzellen)
auftreten.
Alternativ kommt aus der Gruppe der zentral wirksamen
(= im Rückenmark bzw. Gehirn
wirkenden)
Schmerzmittel beim Spannungskopfschmerz
noch Tramadol (z.B. Tramal®) in Frage, evtl. in Kombination mit einem peripher
(= direkt im
Schmerzbereich) wirkenden
Schmerzmittel. Tilidin, selbst in Verbindung mit Naloxon (Valoron N®) hat nach
unseren Erfahrungen immer noch ein gewisses Suchtpotential. Eine Entwöhnung bzw.
ein
Schmerzmittelentzug ist manchmal sehr schwierig.
Opioide oder
Opiate
(= morphinähnliche
Schmerzmittel)
sollten eher zurückhaltend verordnet werden.
Oftmals kann mit der therapeutischen
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem
örtlichen
Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika)
in Form von
Nervenblockaden
(= Nervenbetäubungen)
und Infiltrationen dominanter Schmerzareale prompt Schmerzfreiheit
erzielt werden. Häufig ist zu beobachten, daß die Wirkung deutlich über die
Wirkdauer des verwendeten örtlichen Betäubungsmittels hinaus anhält.
Therapie beim
subakuten oder chronischen Spannungskopfschmerz:
Zur Therapie beim subakuten
(= eher mäßiger)
oder chronischen Span
nungskopfschmerz haben sich verschiedene
psychotrope Substanzen (z.B. Doxepin, Maprotilin)
(= Mittel, die auf die Psyche einwirken)
sehr bewährt. Primär kommen sie dabei wegen ihrer schmerzdistanzierenden Wirkung
zur Anwendung.
Maprotilin (z.B.
Ludiomil®) kommt bei uns am häufigsten zur Anwendung und ist wegen der
ausgeprägten dämpfenden Wirkung besonders für unruhige Patienten geeignet.
Amitriptylin (z.B. Saroten®) ist stärker stimmungsaufhellend und mäßig dämpfend.
Amitriptylinoxid (z.B. Equilibrin®) ist eine biochemische Vorstufe des
Amitriptylins und gilt als besser verträglich. Doxepin (z.B. Aponal®, Sinquan®)
eignet sich zur vegetativen Harmonisierung, wirkt ausgesprochen
depression slösend und
dämpfend. Diese Substanz eignet sich auch zur Abschirmung eines
Arzneimittelentzuges. Die Dosierung erfolgt generell einschleichend.
Die genannten tri- und tetrazyklischen
Antidepressiva
(= Mittel gegen
Depressionen)
können auch im Sinne einer
Schmerzprophylaxe
(=
Schmerzvorbeugung)
eingesetzt werden. Oftmals behalten wir diese Medikation nach einer
erfolgreichen Behandlung für weitere 2-3 Monate bei, allerdings in reduzierter
Dosierung (z.B. nur abends). In hartnäckigen Fällen hat sich die zusätzliche,
niedrig bis mittel dosierte Verabreichung eines
Neuroleptikum
s (= Mittel
zur Beeinflussung der Psyche)
bewährt. Wir bevorzugen Levomepromazin (Neurocil®) in der Dosierung 3x3-15 Trpf.
Levomepromazin wirkt psychomotorisch
(= Psyche und Bewegungsabläufe betreffend)
stark dämpfend, so daß es in Kombination besonders mit dem ähnlich
wirkenden Maprotilin vorsichtig dosiert werden muß.
Die Wirksamkeit von Serotonin-Antagonisten
(= Mittel, die dem Gewebshormon
Serotonin entgegenwirken) wie
Methysergid (Deseril®), Lisurid (Cuvalit®) und Pizotifen (Sandomigran®,
Mosegor®) ist beim
Spannungskopfschmerz
(chronischer) durch Studien bisher nicht belegt.
Auch die Wirksamkeit der Beta-Blocker
(= blutdrucksenkende Mittel, aber auch nachgewiesen
hilfreich bei
Migräne)
wie z.B. Propanolol (z.B. Dociton®) und Metoprolol (z.B. Beloc®) ist beim
Spannungskopfschmerz wissenschaftlich bisher nicht eindeutig
nachgewiesen, sie können dennoch versucht werden.
Besonders bei Vorliegen einer "migränoiden" Begleitsymptomatik
(= z.B. Übelkeit, Licht- und
Lärmempfindlichkeit) ist als letzter
Therapieversuch auch der Einsatz von Triptane
(=
Migränemittel)
denkbar.
Therapeutische Lokalanästhesie
beim Spannungskopfschmerz:
Die Therapie mit lang wirkenden Lokalanästhetika
(=
örtliche Betäubungsmittel) (Bupivacain,
Etidocain) hat sich in der
Kopfschmerzbehandlung
sowohl bei akuten als auch bei subakuten oder chronischen Schmerzzuständen sehr
bewährt (Leser et Hefer mann).
Dabei werden (stationär 1 bis 2 mal täglich, auch an Wochenenden) alle Ner
ven, die an der sensiblen Versorgung des
Schmerzbereichs beteiligt sind, an ihrem Austrittspunkt mit 1-2 ml blockiert.
Zusätzlich werden, falls betroffen, die Aurikulotemporalis-
Region (=
Schläfe
ngegend)
und korrespondierende Triggerpunkte
(= Schmerzreizpunkte)
infiltriert. Von besonderer Bedeutung sind die myofaszialen
(= von
Muskeln und deren
Gewebsumhüllung ausgehende) Triggerpunkte. Beim
hinterkopfbetonten Spannungskopfschmerz, auch mit mehr oder weniger deutlicher
Beteiligung der
Halswirbelsäule,
führen wir in gleicher Sitzung tiefe Infiltrationen der angrenzenden Musku
latur mit insgesamt etwa 4- 6 ml durch.
Bei einem mehr halbseitigen Spannungskopfschmerz (Hemikranie)
ist auch die wiederholte Betäubung des
Ganglion stellatum
(= vegetative Schaltstelle im
seitlichen Halsbereich) mit einem lang
wirkenden Lokalanästhetikum hilfreich.
Im chronischen Stadium, aber auch beim episodenhaften
(= von Zeit zu Zeit
auftretenden)
Spannungskopfschmerz,
wenn die schmerzfreien Intervalle nicht zu lange anhalten (z.B. nicht mehr als 1
Woche), ist diese Therapie um so wirkungsvoller, je häufiger sie angewendet
wird. Als optimal erwiesen sich zwei Sitzungen pro Tag über einen Zeitraum von
ca. 10-20 Tagen, was in der Regel allerdings organisatorisch meist nur stationär
möglich ist. Nicht selten kann eine anhaltende deutliche Schmerzlinderung, oft
auch Schmerzfreiheit, manchmal sogar schon nach wenigen Sitzungen erreicht
werden.
Unter einer solchen intensiven therapeutischen Lokalanästhesie kann in der Regel
auch ein
Schmerzmittelentzug erfolgreich durchgeführt werden, sofern das Abusus-
(= Mißbrauch-)
oder Abhängigkeitsverhalten tatsächlich auf eine Schmerzbelastung und
nicht etwa auf ein psychisches Suchtpotential zurückzuführen ist.
Nichtmedikamentöse Behandlung beim
Spannungskopfschmerz
(chronischer oder
episodenhafter):
Bei einem Span
nungskopfschmerz werden die folgenden Methoden
vorwiegend ergänzend eingesetzt, teilweise sind sie aber auch unverzichtbare
Bestandteile der Gesamttherapie.
Bei der Punkteauswahl zur
Akupunktur (Schmerzakupunktur)
dominiert das Lenkergefäß, ein Meridian, der hinter dem
After beginnt und
sich über die Spitze der Dornfortsätze der
Wirbelsäule, über
die Schädelmitte bis zur Ober
lippe erstreckt.
Empfohlen werden hauptsächlich die Punkte 19, 23 und 25; zusätzlich Punkte des
Gallenblasen-Meridians im Kop fbereich, so z.B. 3 und 20 (Kossmann
et al. 1986).
Auch die transkutane Nervenstimulation mittels Niederfrequenzgenerator
über Klebeelektroden (TENS) hat sich beim Span nungskopfschmerz
bewährt. Mit dieser Methode lassen sich häufig Schmerzmittel einsparen, oftmals
kann auf zusätzliche Schmerzmitteleinnahme sogar verzichtet werden.
Wenn ein chronischer oder
episodenhafter Spannungskopfschmerz mit Störungen im
Bereich der Halsw
irbelsäule einhergeht, ist in der Regel die
Verordnung von physikalischen Therapiemaßnahmen (Fango, Spezialmassagen,
Wärmeapplikationen usw.) sowie Krankengymnastik hilfreich. Besonders zu
empfehlen sind Autoelongationsübungen. Manchmal kann auch durch eine manuelle
Lymphdrainage im Kop
f-/Halsbereich eine deutliche
Verbesserung erzielt werden.
Bewährt hat sich auch die wiederholte oberflächliche Kältebehandlung im Nac
ken-/HW
S-Bereich, evtl. auch unter Einschluß der
angrenzenden Schultermuskulatur. Im Rahmen einer Kurmaßnahme ist beim Span
nungskopfschmerz (chronischer und
episodenhaft) auch eine
Hydrotherapie in Form von Wechselbädern und / oder Kneippschen Güssen
empfehlenswert.
Auch
Bio-feed-back
(= Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer
Signale) kann hilfreich sein.
Insbesondere beim Spannungskopfschmerz hat sich im Rahmen der
psychologischen Schmerztherapie die Vermittlung von Entspannungstechniken
(Progressive Relaxation nach Jacobson, Autogenes Training) sehr bewährt. Bei
einem
streß
induzierten Spannungskopfschmerz ist ein
Streßbewältigungstraining hilfreich.

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